Feuerwehr Schwanenstadt (+43) 7673 2222
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Lotsenschulung bei der Feuerwehr
Dieses Mal stand eine Lotsenschulung auf dem Programm. In unserer Feuerwehr haben wir,
ausgebildete Lotsen sowie behördlich vereidigte Verkehrsregler.
Für unsere Einsatzarbeit ist jedoch ausschließlich die Lotsentätigkeit von Bedeutung –
niemand von uns stellt sich an eine Ampelkreuzung, um dort den Verkehr zu regeln.
Damit wir an Einsatz- und Unfallstellen den Verkehr sicher am Hindernis vorbeilotsen können,
braucht es eine solide Ausbildung und eine gewisse Routine.
Um den fließenden Verkehr nicht zu beeinträchtigen, fand die Übung auf der ruhigeren Straße am Friedhof statt.
Und weil es dort dann doch zu ruhig war, sind wir mit zwei unserer Fahrzeuge mehrfach hin- und hergefahren, um die Lotsen zu fordern.
Dabei wurden auch Situationen nachgestellt, die wir aus realen Einsätzen leider nur allzu gut kennen – und die nicht immer von vorbildlichen Autofahrern herrühren.
Dieser Übungsabend war als Zugseinsatzübung bei einem landwirtschaftlichen Objekt deklariert.
Bei der Abfahrt vom Feuerwehrhaus erhielten wir lediglich die Information, dass es in einer Werkstatt brennt,
sowie die Einsatzadresse. Wie im echten Einsatzfall rückten unsere Fahrzeuge zeitversetzt aus.
Während unser Tank 1 die ersten Löschmaßnahmen ergriff und versuchte, eine eingeklemmte Person
zu befreien, die unter einem Frontgewicht lag, stellte unser Tank 2 einen Atemschutz-Rettungstrupp,
sowie das technische Equipment zur Personenrettung zur Verfügung.
Für das KLF blieb die Aufgabe der Wasserversorgung, die wir nicht über einen Hydranten,
sondern vom angrenzenden Bach herstellten.
Ein Großalarm im Alten- und Pflegeheim Schwanenstadt – ausgelöst durch einen Zimmerbrand.
Zum Glück handelte es sich dabei nur um ein Übungsszenario, das jedoch sowohl für uns als
Feuerwehr als auch für die Rettungskräfte und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Heims von großer Bedeutung war.
Da es sich um eine sehr moderne Einrichtung handelt, insbesondere im Hinblick auf den Brandschutz, ist die
Wahrscheinlichkeit eines derart großen Einsatzes sehr gering. Dennoch bot dieses Szenario die Möglichkeit,
den schlimmsten aller denkbaren Fälle realitätsnah zu trainieren.
Die Übung war für uns ein voller Erfolg. Der Zweck, mögliche Fehler zu erkennen und diese künftig zu vermeiden,
wurde voll erfüllt. Wir sind durchaus selbstkritisch – nicht alles hat so funktioniert, wie man es sich vorgestellt hatte.
Doch bereits während der ersten Nachbesprechung wurden Verbesserungen erarbeitet und das gesamte Szenario genau aufgearbeitet.
Während andere Wehren häufig mit Löschwassermangel zu kämpfen haben, sind wir in diesem Bereich sehr gut aufgestellt. Eine größere Herausforderung stellte hingegen der
rasche Abtransport der verletzten Personen dar. Wie auch auf den Bildern ersichtlich ist, müssen oft mehrere Einsatzkräfte eine verletzte Person gleichzeitig zur Rettung bringen –
das ist sowohl personal- als auch kraftaufwendig.
Daher wurde beim südlichen Rettungsweg ein Logistikfahrzeug ausgeräumt, um die Verletzten damit schnell zur Sammelstelle der Rettung zu transportieren.
Neben der Evakuierung stand auch ein Atemschutznotfall am Übungsplan – also die Rettung eines verunfallten Atemschutztrupps. Passenderweise zeigte sich an diesem Tag,
wie wichtig solche Übungen sind: Gleich zu Beginn der Übung kam es tatsächlich zu einem echten Atemschutznotfall, da bei einem Kameraden der Kreislauf nicht mitspielte.
Glücklicherweise war die Rettung bereits vor Ort und konnte ihn rasch versorgen. Zum Ende der Übung konnte er wieder zu uns stoßen.
Zum Schluss noch einige Zahlen für die Statistikfreunde:
Weiterlesen: 2025-10-25 Großübung Alten- und Pflegeheim Schwanenstadt
Da sich unser Aufgabengebiet ständig erweitert bzw. verändert,
Übungsstichwort: Wohnungsbrand.
Mehr Informationen gab es zu Beginn der Übung nicht.
Der zugewiesene Einsatzleiter erhielt ein Alarmfax mit zusätzlichen Details.
Übungsobjekt war das Wohnhaus direkt gegenüber unseres Feuerwehrhauses,
das für die Übung realitätsnah verraucht wurde.
Um gleich eine häufig gestellte Frage zu beantworten:
Warum verwenden wir bei einer Übung das Blaulicht?
In diesem speziellen Fall geschah das zu unserer eigenen Sicherheit,
da sich das Übungsobjekt an einer stark befahrenen Straße befindet.
Die Lage: Brand im Erdgeschoss, eine Person vermisst.
Im Verlauf der Übung kam die Information hinzu, dass drei Personen im Gebäude wohnen.
Unsere Atemschutztrupps begaben sich zur Brandbekämpfung ins Gebäude,
suchten und fanden alle drei vermissten Personen,
und stellten im Anschluss die Entrauchung des Hauses sicher.
Schon häufig mussten wir zu LKW-Bergungen ausrücken – daher ist es umso wichtiger,
dieses Szenario regelmäßig zu üben.
Angenommen wurde ein abgerutschter Sattelzug, der gesichert und wieder heraufgezogen
werden musste.
Dabei kamen natürlich nicht nur unsere Seilwinde, sondern auch der Greifzug zum Einsatz.
Ein großer Dank geht an die Firma Obermair Transporte,
die uns für diese Übung ein passendes Objekt zur Verfügung gestellt hat.
Ein altbewährtes – und doch allzu oft in Vergessenheit geratenes – Gerät ist der Greif- bzw. Seilzug.
Auch in der heutigen Zeit, in der viele Fahrzeuge mit Seilwinden und ähnlichem ausgestattet sind,
bleibt der Greifzug ein wichtiges und zuverlässiges Einsatzmittel.
Seine Vorteile liegen in der Flexibilität:
Man kann ihn nahezu überall mitnehmen und aufbauen – ganz ohne Strom oder andere externe Energiequellen.
Der Aufbau ist schnell und einfach, vorausgesetzt, man weiß, wie man ihn richtig handhabt.
Genau deshalb schulen wir regelmäßig den Umgang mit dem Greifzug.
Auch die Theorie – zum Beispiel, welche Kräfte notwendig sind, um ein Fahrzeug damit zu ziehen –
ist fixer Bestandteil unserer Ausbildung.